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Das Physikalische Kabinett – Eine historische Lehrsammlung

 

Das Physikalische Kabinett entstand Mitte des 17. Jahrhunderts als naturwissenschaftliche Lehrsammlung der Kölner Jesuiten, die das lokale Gymnasium Tricoronatum seit 1556 leiteten. In dieser Bildungsstätte, welche der Artistenfakultät der alten Kölner Universität angehörte, wurden die physikalischen Instrumente als Lehr- und Anschauungsmaterial im naturwissenschaftlichen Unterricht eingesetzt. Nach Aufhebung des Jesuitenordens im Jahr 1773 hatte die Sammlung eine wechselvolle Geschichte, die eng mit den historischen Umbrüchen der Zeitgeschichte zusammenhing. In der französischen Zeit (1794-1814) wurde das Kabinett vor allem durch einen großen Ankauf aus Straßburg maßgeblich erweitert. Das Physikalische Kabinett war in der Folge Teil verschiedener schulischer Institutionen, bis es schließlich an Bedeutung verlor und im 20. Jahrhundert ins Museum überführt wurde. Von vormals über 1.000 Instrumenten der Sammlung befinden sich seit 1938 noch rund 110 Objekte als Dauerleihgabe im Kölnischen Stadtmuseum. Ein Teil davon stammt noch aus jesuitischer Provenienz.

In Zusammenarbeit mit dem am Kölner Lehrstuhl von Prof. Dr. Gudrun Gersmann angesiedelten und vom Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds geförderten Forschungsprojekt zum kulturellen Erbe der Kölner Jesuiten wurden die Objektdaten abgeglichen, ergänzt und in dieser Datenbank recherchierbar gemacht.

Die Fotografien in den Datensätzen spiegeln die Geschichte der Fotodokumentation von Kölner Sammlungen durch das Rheinische Bildarchiv. Die ältesten Aufnahmen von Objekten aus dem Physikalischen Kabinett sind in den frühesten Inventarbüchern des Bildarchivs verzeichnet und stammen aus dem Jahr 1938. Sie wurden im Haus der Rheinischen Heimat, der Vorgängereinrichtung des Kölnischen Stadtmuseums, vermutlich unmittelbar nach der Übergabe der Sammlung aufgenommen (RBA 016 937, RBA 016 938, RBA 050 330, RBA 050 331, RBA 050 332).

Die historische Einordnung des Physikalischen Kabinetts und die Geschichte der Sammlung ist seit dem 13.11.2019 nachzulesen in der Online-Publikation « Das Physikalische Kabinett – Von der jesuitischen Lehrsammlung zum kulturellen Erbe« , publiziert auf MAP-Lab (Publikationsumgebung von MAP – Modern Academic Publishing – für Forschungsergebnisse zum Kulturellen Erbe der Stadt Köln um 1800) am Kölner Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit. Darüber hinaus bieten zwei Beiträge im Zeitenblicke-Blog Informationen zum Donnerhäuschen und den Hintergründen des Projekts unter « Von großen Unbekannten und Forscherglück: Quellenrecherche zum Physikalischen Kabinett ».

Das Physikalische Kabinett ist seit 1800 Eigentum des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds (KGSt). Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds wurde im Jahr 1800 zur institutionellen Verwaltung für die zahlreichen, nach der Aufhebung (1798) der alten Kölner Universität und der dazugehörigen Gymnasien und Bildungsstiftungen sowie des historischen Schulvermögens gegründet. Damit kamen auch die umfangreichen historischen Kulturgüter aus jesuitischer Provenienz in seine Obhut, wozu das Physikalische Kabinett, die umfangreiche Zeichnungs- und Graphiksammlung, eine Porträtsammlung und ein Teil der Kölner Gymnasialbibliothek gehört. Nähere Informationen über die Geschichte des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds finden Sie unter Stiftungen im Wandel der Zeit – die Historie, PDF-Datei, 306 KB


 
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